Die Leistung moderner CPUs ermöglicht heute jedem, der nicht mehr über eigene Amigas verfügt, diese zu emulieren.
D.h. auf einem beliebigen Hostbetriebssystem wird UAE (Ultimate Amiga Emulator) als Task o. Programm gestartet und
läuft dann entweder im Fenster (Xwindow) oder gar Bildschirmfüllend. Letzteres ist wenn es auf Geschwindigkeit ankommt
die bessere Wahl.
Für ein altes Amiga 500 Spiel oder ein Demo z.B. reicht ein Fenster (640x512) aber absolut aus. Eine Runde Pinball
Dreams gefällig?

UAE gibt es für Linux, Windows, Mac, etc. und für den Amiga selbst auch!
Die am weitesten entwickelte Version gibt es natürlich für Windows (WinUAE. In Ihr sind die JIT (Just in Time)
Routinen von Bernie Meyer enthalten. Diese bewirken eine Geschwindigkeit der Emulation, welche
Lichtjahre über der beschleunigter echter Amigas mit 68040 und 60 CPUs liegt. Erreicht wird selbiges
durch das ab arbeiten von 68000er Coder direkt auf dem x86er.
Nach dem starten ist man in der grafischen Oberfläche von UAE und kann so ziemlich alles was das herz begehrt einstellen. CPU, Ram, Chipram, Sound, Grafik, etc.. Es ist sogar möglich auf die PC Laufwerke zu zugreifen. Festplatte, CD Rom Laufwerk kein Problem. Um UAE eine Festplatte zur Verfügung zu stellen, will man z.B. Amiga OS (Workbench z.B. 3.1 oder 3.9) gibt es 2 Möglichkeiten. Erstens man erzeugt ein neues Verzeichnis auf seinem Hostbetriebssytem oder man verwendet ein HDF Datei (Hard Disk File). Die zweite wahl hat den Vorteil, das UAE auf die Ihm zugeteilten HDFs und nicht auf das Filesystem des Hostsystems zugreift. Nun ist es möglich Amiga OS zu installieren und sämtliche Programme auf die Festplatte zu bringen. UAE einschalten und direkt nach Amiga OS "booten"! Auch die Nutzung einer virtuellen Grafikkarte ist möglich. Moderne Amiga Programme sind ohne Grafikkarte auf die maximal 256 Farben des AGA Chipsatzes (Amiga 1200/4000) beschränkt Zudem möchte der Anwender sicher auch mit hohen Workbenchauflösungen arbeiten z.B. 1024x768. Früher ging das nur mit den damals sehr teuren Amiga Grafikkarten wie die Picasso II/IV, die Retina, etc.. UAE kann aber Speicher der PC Garfikkarte zugeteilt werden so das Grafikleistung jeseits realer Amiga Karten möglich geworden ist.
Die Amiga Disketten können leider nicht (direkt) genutzt werden. UAE wird stattdessen mit ADFs (Amiga Disk Files)
welche man in virtuelle Disketten Laufwerke im Menue aufrufen kann gefüttert. Also ADF von z.B. Workbench 1.3
ins Laufwerk und starten. Voila, sofern man vorher einegstellt hat das man Kickrom 1.3 benutzen möchte

ist man auf der Workbench 1.3 angelangt und das auf einem PC!!
Vorraussetzung ist aber eine Kickrom Datei. Das Kickrom ist Teil des Amiga Betriebssytems und als Rom in die Hardware
integriert. UAE läuft nur sofern man über eines der verschiedenen Kickroms z.B. Kick 1.3 oder 3.0 etc. verfügt.
Es ist leider immer noch nicht legal, ein Kickrom aus dem Netz zu benutzen, wenngleich nicht schwierig eines zu finden.
Im UAE Paket ist aber ein Toll um Amigaseits das Rom auszulesen und auf Diskette zu speichern. Die andere legale
Möglichkeit ist das Komplettpaket von Cloanto, einem langjährigen bis heute aktiven Amiga Softwarehaus. Amiga Forever
heißt es und ist als CD Rom erhältlich. Auf CD gibt es die aktuellen UAE Versionen, Workbenches und eben auch
die Kickroms.